Nutzungshinweise: Perspektiven | Radar

Wie funktioniert das Tool?

Dieses Tool ist eine autonome Recherche-Assistenz. Sie geben Ihr Material ein, das System arbeitet im Hintergrund eine komplexe journalistische Prozesskette ab, und Sie erhalten das Ergebnis als strukturiertes Dossier per E-Mail.

Es ist kein Chatbot. Sie können keinen Dialog damit führen.

Das Ziel: Erweiterung statt Korrektur

Das Tool soll Ihren Text nicht korrigieren oder Ihre journalistische Auswahl in Frage stellen. Seine Aufgabe ist es, Ihnen ergänzende Optionen anzubieten – Perspektiven, Akteure oder Argumente, die in Ihrem bisherigen Material noch nicht vorkommen. Es dient als Werkzeug gegen den Tunnelblick und als Materialquelle für Info-Kästen oder Follow-Up-Berichte.

Datenschutz & Sicherheit

Wir wissen, dass Sie oft mit sensiblen Themen oder unveröffentlichten Entwürfen arbeiten. Das System wurde daher mit Fokus auf Datensparsamkeit und Sicherheit konzipiert.

Kein Training mit Ihren Daten

Das System nutzt professionelle API-Schnittstellen zu den KI-Modellen. Anders als bei kostenlosen Chatbots werden Ihre Eingaben von den Anbietern nicht zum Training der KI verwendet. Ihre Inhalte bleiben vertraulich.

Sofortige Abstraktion

Unmittelbar nach der Eingabe zerlegt das System Ihren Text in abstrakte Metadaten (Thema, Thesen, Akteure). Der weitere Rechercheprozess arbeitet mit diesen abstrahierten Daten, nicht mit Ihrem vollständigen journalistischen Text.

EU AI Act Konformität

Das System fällt in die minimale Risikoklasse. Es trifft keine automatisierten Entscheidungen über Personen, sondern fungiert rein als Recherche-Werkzeug zur Informationsbeschaffung.

Die Logik

Das Tool funktioniert sowohl mit einem fertigen Artikel oder Konzept als auch mit wenigen Stichworten. Das liegt an der Art, wie es jeden Input verarbeitet. Es führt immer zuerst eine strikte Trennung durch:

  • Das Thema: Worum geht es im Kern?
  • Die Perspektiven: Wer kommt bereits zu Wort?

Basierend auf dieser Analyse wählt das System automatisch den passenden Modus:

Szenario A
Der „Ergänzungs-Modus"

Viel Input

Input: Sie laden einen Artikel oder Entwurf hoch, in dem bereits Akteure zitiert werden.
Strategie: Das Tool erkennt die vorhandenen Stimmen und subtrahiert diese vom Gesamtdiskurs im Netz.
Ergebnis: Es sucht gezielt nach dem, was übrig bleibt – also nach Perspektiven, die Sie (bewusst oder unbewusst) weggelassen haben.

Szenario B
Der „Panorama-Modus"

Wenig Input

Input: Sie geben nur ein Stichwort oder ein kurzes Konzept ein (z.B. „Thema: Tempolimit").
Strategie: Das Tool erkennt das Thema und sucht nach relevanten Treibern der aktuellen Debatte.
Ergebnis: Sie erhalten einen 360-Grad-Überblick über wichtige Player und Argumente.

Dos & Don'ts: Hinweise zur Eingabe

Damit das System effizient arbeiten kann, beachten Sie bitte folgende Hinweise.

Keine Anweisungen formulieren

Es ist nicht notwendig und oft kontraproduktiv, Anweisungen in das Textfeld zu schreiben (z.B. „Fasse bitte zusammen und sage mir, was fehlt").

Der Grund: Das System ist keine Dialog-KI. Es interpretiert Ihre Anweisung fälschlicherweise als Teil des Inhalts. Wenn Sie schreiben „Suche nach Kritik", geht das System davon aus, dass Ihr Artikel inhaltlich von der „Suche nach Kritik" handelt. Das verfälscht die Analyse.

Empfehlung: Geben Sie ausschließlich das Material ein – den Text, den Link oder das Thema. Das System weiß automatisch, was zu tun ist.

Keine gezielte Suche erzwingen

Das Tool eignet sich nicht, um ein spezifisches Zitat einer bestimmten Person zu finden (z.B. „Was sagt Herr Müller dazu?").

Der Grund: Das Tool ist als Entdeckungs-Instrument konzipiert. Es soll Ihnen Aspekte zeigen, die Sie nicht auf dem Schirm haben. Für die gezielte Suche nach bekannten Personen sind Suchmaschinen besser geeignet.

Mut zur Wiederholung

Das System arbeitet mit dem Live-Web und generativer KI. Die Ergebnisse sind daher dynamisch.

Tipp: Wenn Sie das Tool zweimal mit dem gleichen Input starten, werden die Ergebnisse leicht variieren. Das ist kein Fehler, sondern liegt in der Natur des Systems. Nutzen Sie dies gerne, um die Breite des Diskurses noch besser auszuleuchten.

Flexible Formate nutzen

Sie müssen Texte nicht zwingend hineinkopieren.

Haben Sie ein YouTube-Video oder einen Online-Artikel? Fügen Sie einfach die URL ein. Das System ruft die Inhalte selbstständig ab und verarbeitet sie weiter.

Das Ergebnis

Nach ca. 10-15 Minuten erhalten Sie per E-Mail ein strukturiertes Recherche-Dossier.

Einordnung: Wenn das System eine Perspektive vorschlägt, ist dies keine Kritik an Ihrer Arbeit. Es ist ein Angebot zur Ergänzung.

Selektion: Das Tool liefert keine Enzyklopädie aller Meinungen, sondern priorisiert relevante ergänzende Aspekte. Es kann Fehler machen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Nutzung: Verwenden Sie die gelieferten Namen, Positionen und Links als Ausgangspunkt für Ihre weitere Recherche. Die journalistische Bewertung und Einordnung liegt allein bei Ihnen.

Wichtiger Hinweis: KI kann Fehler machen

Dieses Tool arbeitet mit generativer KI. Obwohl die Möglichkeit von Halluzinationen durch viele Maßnahmen minimiert worden ist, können sich Fehler einschleichen.

Das Tool ist ein KI-gestützter Recherche-Assistent. Es kann Fehler machen.

Ihre Verantwortung bleibt unberührt: Sie sind als Journalisten – wie immer – für Ihre Veröffentlichungen verantwortlich. Prüfen Sie die Vorschläge des Systems mit der gleichen Sorgfalt, die Sie bei jeder anderen Quelle anwenden.

Das Tool erspart Ihnen nicht die journalistische Arbeit. Es zeigt Ihnen, wo es sich lohnen könnte, genauer hinzuschauen.